Sprachen lernen Apps –ein Vergleich

In Zeiten der Digitalisierung und vor allen Dingen auch dem Bereich Home Office, der in der aktuellen Zeit immer beliebter und sogar notwendiger wird, ist es kaum verwunderlich, dass auch der Bereich Sprachen lernen von immer mehr Apps erobert wird. Alle Apps rühmen sich damit, dass du schnell die gewünschte Sprache sprechen wirst. Wir haben uns auf die Suche gemacht und präsentieren dir hier unseren Vergleich:

1. Babbel

Eine Plattform, 14 Sprachen, wobei Englisch mit Umgangsenglisch und Business Englisch gleich zweimal vertreten ist. Grundsätzlich entscheidest du dich für ein Abomodell mit 3, 6 oder 12 Monaten Laufzeit, die immer auf einmal abgebucht werden und sich dann nach der Zeit, wenn du nicht kündigst, um die gleiche Zeit verlängern. Die Firma wirbt mit Sprachpartnern.

Tatsächlich gibt es hier auch welche, aber sie sind quasi ein Premium-Feature, das du zusätzlich erwerben musst. Aussteigen kannst du vergleichsweise einfach zu jedem Zeitpunkt und du hast dann noch so lange Zugriff auf die Inhalte, wie du es eben bezahlt hast.

Klarer Vorteil des Systems: Die Kostenstruktur ist auf den ersten Blick klar verständlich. Du hast vergleichsweise viele Sprachen zur Auswahl.

Kleiner Nachteil des Systems: Auf einmal hast du immer nur auf eine Sprache Zugriff. Zwar kannst du diese auch wechseln, aber dann verlierst du die zuerst gewählte Sprache.

2. Polyglot-Akademie

Ein deutscher Anbieter mit einem echten Menschen im Vordergrund.

Darüber hinaus bietet das System den Einstieg mit einer Sprache deiner Wahl und einem in der Praxis erprobten modularen Aufbau. Durch diesen kommen Motivation und Spaß, aber auch die gewünschte Sprachpraxis nicht zu kurz. Zur Auswahl stehen 8 Sprachen, womit du dir tatsächlich weite Teile der Welt erschließen kannst.

Außerdem wirst du nicht sehr viele Vokabeln lernen, sondern dir direkt die Wörter der Häufigkeit nach sortiert aneignen. Mit deinem Sprachpartner kommst du direkt ins Sprechen und darum geht es schließlich, wenn du schnell eine Fremdsprache lernen möchtest.

Klarer Vorteil des Systems: Du hast einen Sprachpartner und jede weitere Sprache wirst du günstiger bekommen. Zu allen Inhalten hast du lebenslangen Zugriff.

Kleiner Nachteil des Systems: Mit 8 Sprachen befindet sich die derzeit expandierende Plattform noch am Anfang des Sprachenlernens –wenn du aber diese Sprachen erst einmal sprichst, hast du noch genügend Zeit, dass weitere Sprachen dazu kommen können.

3. Duolingo

Ein klassischer amerikanischer Sprachlern-Ansatz. Die Oberfläche ist sehr grafisch gestaltet und wirbt damit, dass du die Sprachen kostenlos lernen kannst. Ein weiteres Argument sind die 94 Sprachkurse. Allerdings sind auf der Seite lediglich 3 Sprachen zu erkennen, nämlich Englisch, Französisch und Spanisch.

Damit hast du die drei am weitesten verbreiteten Sprachen der Welt zur Verfügung, aber alle Exoten oder weiter aufstrebende Sprachen kannst du hier nicht abdecken. Um die Plattform ohne Werbung und „schneller“ zu erleben, solltest du dich für Duolingo Plus entscheiden. Damit hast du zwar noch immer keinen Sprachpartner, aber immerhin gewinnst du offensichtlich einiges an Funktionalität.

Buchen kannst du das System über deinen Rechner / Laptop oder über dein Android oder Apple Smartphone. Die Kündigung muss dann aber auch über genau die gewählte Plattform erfolgen. Ein gutes Gedächtnis ist also ein Muss. Nach der Kündigung des Duolingo Plus Zugangs behältst du deinen Standard-Account, den du jederzeit wieder upgraden kannst. Und selbstverständlich bleibt dir die verbleibende bezahlte Zeit auch werbefrei erhalten.

Klarer Vorteil des Systems: Der Spaßfaktor ist hoch –denn Menschen lieben Tests und Quizzes und das Gefühl, wie bei einem Computerspiel „aufsteigen“ zu können.

Kleiner Nachteil des Systems: Die Kostenstruktur ist nicht erkenntlich und der Bereich der Sprachpraxis ist komplett vernachlässigt. Eine App kontrolliert schließlich nicht, ob du dich der richtigen Aussprache näherst oder welche Fehler du begehst.

4. Rosettastone

Ein weiterer amerikanischer Ansatz, Fremdsprachen zu lernen. Hier hast du eine App und die Web-Plattform. Noch dazu bringt dir das System insgesamt 24 Fremdsprachen inklusive so exotischer Sprachen wie Vietnamesisch, Hindi oder Philippinisch. Wenn du nur einmal testen möchtest, ob die Plattform etwas für dich ist, entscheidest du dich für 3 Monate und eine Sprache. Dann wählst du noch aus, ob du das Ganze als reines Selbststudium oder inklusive Coaching haben möchtest.

Dass die zweite Option etwas teurer ist, versteht sich von selbst. Alternativ kannst du auch für 12 Monate Zugriff auf alle Sprachen haben. Hier reduziert sich der Monatspreis schon erheblich und auch dabei kannst du wieder das reine Selbststudium betreiben oder das Ganze inklusive Coaching von Muttersprachlern bekommen. In dieser Version werden die Inhalte schon recht individuell auf dich angepasst.

Wenn du dir sicher bist, dass du im Lauf der Zeit alle 24 Sprachen lernen willst, solltest du das Lifetime-Paket nehmen. Wie es der Name bereits vermuten lässt, hast du hier lebtaglangen Zugriff auf alle Inhalte. Und wie es das System Rosettastone vorgibt, kannst du dich für ein reines Selbststudium oder für eine gekonnte Mischung mit Coaching entscheiden.

5. Mondly

Aus einer aufstrebenden Metropole in Rumänien kommt diese Sprach-App, die derzeit stark auf dem Vormarsch ist. Insgesamt bietet das System bis zu 41 Sprachen an. Die Firma wirbt damit, auf Konversation ausgerichtet zu sein und mit hohen Rabatten sowie einer künstlichen Verknappung durch einen Countdown auf der Startseite. Der Ansatz ist insofern neu, als dass er von der eigenen Muttersprache ausgeht und von dort aus die neue Sprache vermittelt.

Darüber hinaus geht es um das bewährte System der regelmäßigen Wiederholung, das dich zum Erfolg führen soll. Tatsächlich erfolgt die Kontrolle über einen Sprachbot, der dir eine sogenannte „erweiterte Realität“ bieten soll. Mit Mondly Premium erhältst du lebenslangen Zugriff auf alle Sprachen und das zu anscheinend sensationell rabattierten Preisen. Zum Zeitpunkt unseres Tests lag der Preis bei knapp 90 Dollar und als Ursprungspreis wurden fast 2000 Dollar aufgerufen. Ob und wann dieser Preis tatsächlich aufgerufen wird, ist nicht bekannt.

Klarer Vorteil des Systems: Einmal zahlen und immer wieder darauf zugreifen und das mit einem System, das sowohl Facebook als auch Apple als überzeugend empfinden.

Kleiner Nachteil des Systems: Du hast zwar den Sprachbot, aber dieser kann natürlich nicht den Kontakt zu einem echten Menschen ersetzen.

Fazit

 

Die Digitalisierung ist aus dem Bereich Sprachen lernen nicht wegzudenken. Menschen sind ständig unterwegs und nutzen ihr Smartphone, um sich fortzubilden. Warum sollte es also nicht möglich sein, unterwegs eine Sprache zu lernen? Bevor du dich für eine Sprach-App entscheidest, sieh dir genau die Kostenstruktur an und mit welchem Ansatz vorgegangen wird.

Wichtig ist es nicht unbedingt, dass sehr viele Sprachen angeboten werden. Viel wichtiger sind die Sprachpraxis und die Frage, ob du ins Tun kommen wirst. Natürlich macht es Spaß, Sprachtests zu „spielen“, aber ein Sprachbot ist eben eine Maschine und bietet dir keine tatsächliche Kontrolle deiner Aussprache. Wenn du schnell Sprachen lernen willst, möchte ich dich herzlich einladen, dich hier über mein erprobtes System zu informieren.

Hast du noch Fragen? Dann zögere bitte nicht, mich zu kontaktieren. Auch ich stand einmal an dem Punkt, an dem du jetzt stehst. Ich habe für mich eine Lösung erarbeitet und diese zeige ich dir gerne. Ich freue mich auf dich und deine Spracherfolge.